Soldat Thomas Edward Lawrence, britischer Milchbub, wird während des 1. Weltkriegs in die Wüste verfeuert, eigentlich nur, um einen Beduinenscheich zu finden und auszuhorchen. Als Lawrence ankommt, findet er jedoch seine Bestimmung darin, die vielen arabischen Stämme, die sich gegenseitig abgrundtief verachten und nicht einmal das Wasser zum Überleben gönnen, zu einem großen arabischen Volk zusammenzuführen und gegen Besatzungsmächte zu verteidigen.
Ein Freiheitskämpfer? Ein Che Guevara?
Zumindest gebärdet er sich wie der Messias für den dreckigen Haufen, wie die britischen "Befreier" das gesamtarabische Volk liebevoll nennen. Der dreckige Haufen nimmt ihn zumindest, dankbar für seine Tapferkeit, unter seinen Reihen auf. Er ist el Awrence!
Letztendlich ist der blonde Schönling für den Aufstand der Araber nur eine Galleonsfigur, ein nichtssagender, zivilistenabschlachtender Blender, der am Ende dieses Abenteuers nicht nur desillusioniert ist, sondern auch entwurzelt. Kein Engländer, kein Araber. Nicht seinem Vater, nicht seinen Idealen, nicht der englischen Krone, nicht der arabischen Revolution gerecht werdend. Ein Idealist in einem leeren Parlament.
Er schafft zuletzt alles. Und scheitert daran.
Ein Film, furchtbar lang, furchtbar schlau und furchtbar wahr.
Wenn Gott nicht wollte, dass Krieg existiert, dann hätte er ihn nicht erschaffen.
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