Sonntag, 4. November 2012

Oscar 2012: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (US, 2011)

Sportfilme sind so eine Sache. Ganz wie Tanzfilme beispielsweise. Oder Musikfilme.

Es gibt immer wieder Regisseure, die sich an diese Ressorts wagen, um ihre Vielfältigkeit unter Beweis zu stellen.

So auch Steven Soderbergh, der die wahre Geschichte um den Sportmanager Billy Bean, der ein abgewracktes Baseball-Team mithilfe von unterdurchschnittlichen Spielern in die Major League führte, gut genug fand, um daraus einen abendfüllenden Spielfilm zu drehen. Dumm nur, dass ein Regisseur in Hollywood heute keine künstlerische Freiheit mehr hat. Columbia Pictures wechselte Soderbergh kurzerhand aus, denn Avantgarde ist bei solch hohen Produktionskosten fehl am Platz. Und lieber ein bisschen weniger Kunst und dafür ein bisschen mehr Gewinn an den Kinokassen.

Nun ist es doch noch ein Oscar-Film geworden. Mit tollen schauspielerischen Leistungen (das Zweiergespann Pitt/Hill stiehlt dem ganzen Schauspieler-Ensemble die Show), einer angenehmen Grundstimmung, unterhaltsamen Dialogen, ab und zu ein Witzchen. Das Originellste am Film bleibt die Realität, denn sie lieferte die Vorlage dazu.

Letztendlich wieder "nur" ein Sportfilm ohne Verve (aber mit "Werf", muhaha) aber dafür reibungslos und Hochglanz-inszeniert.

Ein amerikanischer Sportfilm eben.

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